Sonntag, 21. September 2014

Sin Titulo

Autor/Zeichner: Cameron Stewart


Alles fing so normal an, als Alex Mackay seinen Opa im Seniorenheim besuchen wollte. Dort erfuhr er, dass sein Großvater schon seit einigen Wochen verstorben war. Ihm bleibt nur eine Kiste mit einigen persönlichen Sachen. Ein Foto sticht hervor, da dort sein Opa mit einer jungen hübschen Frau zu sehen ist. Aber wer ist diese mysteriöse Frau und was hatte sie mit dem alten Herrn zu tun? Dies will Alex unbedingt herausfinden, aber schon im Seniorenheim stößt er auf Mauern des Schweigens! Und so beginnt eine Reise, die Alex Mackay niemals hätte beginnen dürfen...


Ursprünglich als Webcomic erschienen, findet nun, nach mehreren Auszeichnungen, auch eine gedruckte Ausgabe nach Deutschland. Cameron Stewart hat sich eine Menge für den Erscheinungszeitraum vorgenommen, denn jeden Tag eine Seite fertig zustellen und dann diese kostenlos online zustellen, ist eine gewaltige und kostenintensive Herausforderung! Aber Cameron hat es geschafft! Und wenn man dann noch den Aspekt hinzunimmt, dass diese Story nur durch das Scheitern an einem anderen Projekt entstand... Eigentlich wollte Cameron etwas in Richtung „Milt Caniff“ machen, aber ihm wurde schnell klar, dass dies nix ist, was er perfekt umsetzen kann und vor allem nicht in diesem Tempo.

Das Artwork und der Panelaufbau dagegen passt wunderbar zu dem Rhythmus.

Seine durchgehenden acht-Panel-Seiten sind nicht jedermanns Sache, da dadurch doch ein wenig Eintönigkeit herrscht, aber es klappte ja auch bei Freakangels! Im Gegensatz zu Sin Titulo wurden zwar bei Freakangels hin und wieder mal Panels verbunden, aber die Grundstruktur blieb gleich. Allerdings stört es nicht wirklich beim Lesen, denn wenn man einmal beim Lesen ist und sich in die Geschichte vertieft hat, schaltet der Leser eh alles um sich herum ab.
Seine dreifarbigen Zeichnungen verleihen der Mystery-Story einen besonderen Flair. Sie heben die unheimlichen Momente nochmals hervor, wodurch man noch weiter in die Geschichte hinein gezogen wird.

Alles in allem ist Sin Titulo sein Geld wert! Wer Mystery-Geschichten mag, sollte sich diesen Band mal genauer anschauen!

| 172 Seiten | drei-farbig | HC | €24,99 | Panini-Comics |

Donnerstag, 14. August 2014

Adventure TIME 1

total superbeste Freunde auf Abenteuertour

 

Autor: Ryan North
Zeichner: Shelly Paroline, Braden Lamb und viele mehr


Der Menschenjunge Finn und sein bester Freund, der Superhund Jake, sind total die besten Freunde, die immer auf der Suche nach vollkrassen Abenteuern sind. Sie sind zwar immer fröhlich und höflich zu jedem, aber leider haben sie nicht nur Freunde. Einen Feind haben sie: den LITCH! Als dieser aus seinem Gefängnis-Beutel befreit wird, will er nur noch eins: Finn & Jake zerstören! Dies zieht aber die Zerstörung der restlichen bunten Zuckerbäcker-Welt mit sich. Egal, Hauptsache die beiden sind nicht mehr... Allerdings lässt sich ein Finn mit seinem superkräfte-strotzenden Hund nicht so gaaanz einfach besiegen. Mit Hilfe von Prinzessin Bubblegum, Vampirkönigin Marceline, der Wüstenkönigin und sogar dem bösen Eiskönig treten sie gegen den Übermächtigen Litch an! Auf ihrer Abenteuer-Tour passiert die Geschichte unter anderem das Frühstücksland, wo knusprig gebratener Speck aus dem Boden wächst in denen die Spiegeleier und das lecker braune Toast lebt...


Adventure Time glänzt zwar nicht durch ein hochkarätiges Artwork, aber wer braucht das schon, wenn man eine so superlustige und vor witzigen Einfällen strotzende Geschichte vor sich hat? Das was Pendleton Ward aus dem Nichts erschaffen hat, ist genau was Kinder wollen und Erwachsene, die immer noch ein wenig Kind sind, lesen wollen! Schaut man seinen KidZ beim Spielen zu, weiß man, woher Ward die ganzen Ideen hat. Die Fantasy von Kindern ist manchmal zusammenhanglos und ziemlich abstrus. Hauptsache es macht Spaß. Und genau so ist Adventure TIME aufgebaut. Es fehlt nichts: Der superböse Bösewicht (der Litch), der Sympathie tragende Titelheld (Finn), der superschlaue und superstarke Kämpfer (Jake), die hübsche Prinzessin (Bubblegum) und die unheimliche Gute (Marceline). Die Charaktere verpackt in eine Welt, die alles das symbolisiert, was Kinder mögen und fürchten. So entsteht eine Geschichte, die so einfach und so grandios ist!

Neben der Hauptgeschichte enthält das Paperback sechs kleinere Geschichten, die die Welt von Adventure TIME zeigt und ihre Bewohner vorstellt!

| 100 Seiten | kunterbunt | SC | € 9,90 | Panini-Comics |

Sonntag, 3. August 2014

Bella Star trifft KALA! - HC

Weißblech-Damen außer Rand und Band



In einem uns unbekannten Teil des Universum´s driftet Bella Star mit ihrer tollkühnen und mutigen Crew, bestehend aus Sönke und Grok, dahin. Plötzlich tut sich ein schwarzes Loch auf, welches das Raumschiff zu verschlucken droht. Aber Sönke kann das Unheil nach langen hin und her nicht mehr abwenden und so werden sie in ein auch ihnen unbekannten Teil des Weltalls gespuckt!
Auf einem wilden Planeten notgelandet werden sie prompt von Urzeitmenschen angegriffen. Von ihrer eigenen Aufklährungdrohne unterworfen, fliehen sie letztendlich in den Dschungel und treffen dort auf KALA, die von einem anderen Tyrannen bedroht wird, den Bella und die Crew nur zu gut kennen! Nur gemeinsam können sie die beiden Diktatoren der Urzeit bezwingen!



  
Schaffen es Bella Star, Sönke, Grok und KALA den Planeten von den
beiden unbeschreiblich schrecklichen Gefahren zubefreie? Und
welches Geheimnis verbirgt Grok?

Vor vielen vielen Jahren ist die Idee geboren worden, die Weltraum-Chaotin und das Urzeit-Playmate aufeinandertreffen zu lassen. Wer Levin Kurio kennt, weiß, dass er solche Projekte ganz nach dem Motto „ach, das mach´me doch nebenbei“ angeht. Schließlich brauchten er, Roman Turowski und Marte Kurio-Deiterding viele viele und noch mehr Mondjahre für diese gigantischen 112 Seiten SciFi-Action-Spektakel!

Man merkt dieser Geschichte an, dass sie mit viel Leidenschaft entwickelt und ausgeführt wurde! Schon alleine der Aspekt, dass man sich für eine edle Hardcover-Ausgabe entschieden hat, zeugt auch davon, dass die Schaffenden mit ihrem Werk mehr als zufrieden sind. Passend zu der Geschichte, wurde auch ein holzreiches Papier verwendet.

Und was soll man dazu sagen? Es ist ein sehr gut gelungenes Meisterwerk, dass selbst die Comic-Leser ansprechen sollte, die sonst keinen Edel-Trash vom Weißblech-Verlag lesen... Durch ihre vielen Klischees und abgedroschenen Situationen, die man dort mit hineingepackt hat, hat der Leser so einiges zu lachen oder zumindest zu schmunzeln. Spaß hat man auf jeden Fall!


Fehlt nur noch der „Graphic-Novel“-Button!


| 112 Seiten | farbig | HC | € 20 | Weißblech*Comics |

Samstag, 26. Juli 2014

Superhelden-Klassiker frisch aufpoliert!

Mit „Silver Surfer: Parabel“ und „Miracleman: Der Traum vom Fliegen“ veröffentlicht Panini zwei Klassiker in einem neuen Gewand,

oder wie man bei Superhelden sagen muss, CAPE!


Silver Surfer
Miracleman
Silver Surfer: Parabel
Autor: Stan Lee
Zeichner: Moebius (Jean Giraud)
| 84 Seiten | farbig | HC | €16,99 |

Miracleman 1: Der Traum vom Fliegen
Autor: Mick Anglo
Zeichner: Alan Davis, Steve Dillon, Don Lawrence, Paul Neary, Carry Leach
| 148 Seiten | farbig | HC | €29 |
| Variant €39|


Damals, Mitte der 1980er-Jahre trafen sich zwei Comic-Giganten, mit den legendären Namen Stan Lee und Moebius, aus zwei völlig unterschiedlichen Comic-Szenen. Moebius kam aus dem francobelgischen Raum und Stan Lee, der Autor dieses Bandes und Gründer von Marvel-Comics aus dem Superhelden-Land USA. Beide waren so unterschiedlich und beide bewunderten sich gegenseitig. Und so kam es, dass sie sich trafen und direkt beschlossen ein gemeinsames Projekt in Angriff zu nehmen. Und somit entstand diese Geschichte des humanoiden Zenn-Lavianer´s namens Norrin Radd, alias Silver Surfer!

Cover von 1989
mit freundlicher Genehmigung
vom Comic-Guide


Der alte Splitter-Verlag veröffentlichte
damals, 1989, schon den zeitlosen
Klassiker „Silver Surfer: Parabel“. Da
hatte er nur 76 Seiten! Panini stockt
ihn nochmals um weiter acht Seiten auf.








Die Geschichte beginnt damit, dass ein Meteorit auf die Erde zurast und sich die Astronomen keinen reim darauf machen können, da es eine seltsame Geschwindigkeit und Form hat. Als der „Meteorit“ landet, merken die Menschen schnell, dass es sich um ein höher entwickeltes Lebewesen handelt. Sie fangen an, ihn zu verehren und anzubeten. Ein regelrechter Machtkampf unter den Menschen führt zu einem Chaos. Alleine Norrin Radd, alias Silver Surfer, weiß, dass es sich um die Kreatur um Galaktus, den Weltenverschlinger, handelt und versucht ihn erneut von der Erde zu vertreiben!
Wenn man mal die außerirdischen Komponenten weglässt und sie durch „menschliche“ Wesen ersetzt, könnte dies genauso jetzt irgendwo auf der Erde stattfinden. Wir finden heute an so vielen Orten auf der Welt Machtkämpfe um Regierungsposten und die Herrschaft über ganze Völker, dass es erschreckend realistisch ist...
Moebius´ Artwork muss man nicht beurteilen, denn nicht umsonst zählt er zu den Revolutionären der westlichen Comickunst! Ein ausführliches Bonusmaterial mit allen Covern zu der Miniserie und weitere Cover von anderen Serien, die Moebius gezeichnet hat machen dieses edle Hardcover zu einem kleinen Schmuckstück in (fast) jeder Comicsammlung.

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Als zweites wäre da noch der Miracleman, oder wie er früher hieß, Marvelman. Mick Anglo ist der Originalautor dieser Superhelden-Serie aus dem Hause Marvel-Comics. Mit vielen verschiedenen Zeichnern wie Alan Davis, Steve Dillon, Don Lawrence und einigen mehr schaffte Mick Anglo den wohl umkämpftesten Superhelden der Geschichte. Ursprünglich als Marvelman geschaffen musste er später seinen Namen einbüßen. Ein anderer, hier nicht genannter, Verlag hat sich die Rechte an diesen gesichert. Und so musste man ihn in Miracleman umbenennen.

Erlangen Variant-Cover
Für den ersten Band exestiert noch
eine Erlangen-Variant-Ausgabe mit
exklusivem Schutzumschlag


KIMOTA!!!*



*(mit diesem Wort verwandelt sich
Michael Moran in den mächtigen
Miracleman! Leitet sich übrigens von
„Atomic“ ab.Nur mit einem "K", statt
dem üblichen "C")


Panini bezeichnet ihn als zeitlosen Klassiker, dem ich aber leider etwas widersprechen muss. Trotz seine digitalen Restaurierung, was ihn optisch sehr schön ansehen lässt, ist die Geschichte doch recht angestaubt. Aber dies macht ihn nicht unattraktiv macht, sondern eher für Leser, die klassische Geschichten vorziehen... Aber nichtsdestotrotz sollte man sich diesen Hardcover-Band mal anschauen, denn auch mir geht es des öfteren so, dass man erst beim Lesen neue Gebiete entdeckt! Zudem ist dieser erste Band die Einführung der neuen Miracleman-Serie, die im Januar diesen Jahres in den USA gestartet ist!

Dienstag, 24. Juni 2014

Spaß von Panini² für Groß und Klein

The Walking Depp & Bart Simpsons Flausen-Fibel


Der Panini-Verlag bietet uns aktuell zwei quadratische Comics, die uns bespaßen sollen. Die eine Ausgabe ist an das erwachsene Publikum gerichtet und die andere an die jüngeren Leser. Ob sie witzig sind und für wen sie tatsächlich geeignet sind, habe ich für euch getestet!

Tatsächlich ist es egal, ob man die parodierte Original-Serie "The Walking Dead" kennt oder nicht. Man kann "The Walking Depp" problemlos auch so lesen, denn eigentlich weiß jeder, der Comics liest, um was es geht: Zombies und Überleben!

Der Spanier José Miguel Fonolossa setzt die Zombie-Comicserie von Robert Kirkman parodiert um, indem er die wichtigsten Schlüsselmomente rauspickt und die Zwischenräume mit einigen witzigen Szenen füllt. Dem eingefleischten Kirkman-Fan könnte es etwas sauer aufstoßen, da einige der beliebtesten Charaktere ihr Fett wegbekommen...

Seine Zeichnungen sind wirklich herzallerliebst und eignen sich wunderbar für so eine humorvolle Geschichte. Man muss aber dazusagen, dass sein Witz doch schon recht trocken rüberkommt und man so etwas mögen sollte. Ob man den wandelnden Deppen tatsächlich den The Walking Dead-Fans ans Herz legen kann, weiß ich nicht wirklich, aber einen Blick sollte man auf jeden Fall mal hineinwerfen...
The Walking Depp richtet sich eher an das erwachsene Publikum, da es einige Splatter-Szenen gibt...



Das zweite Spaß-Quadrat ist die Flausen-
Fibel von Bart Simpson, dem schabernack-treibenden Grund-schüler aus Springfield. Mit diesem Buch sollte die Kids gut bedient sein, denn Bart dokumentiert in dieser Fibel, wie, was, wo und womit man den Leuten einen Streich spielen kann. Und vor allem, wo man sein Werkzeug für die Streiche verstecken kann.

Das Buch ist mit vielen Ideen vollgestopft, die die Kinder aber auch gleichzeitig inspirieren soll und garantiert auch wird. Mit den vielen kleinen Gimmicks in Form von Karten, Aufklappbildern und Brief-umschlägen haben die kleinen Scherzkekse viel zu entdecken...
In die Flausen-Fibel hat Panini einiges an Handarbeit an die Druckerei weitergegeben, denn die ganzen Karten usw. mussten garantiert per Hand eingeklebt werden.

Auf jeden Fall ist dieses Buch für die Kinder super geeignet, aber auch die älteren Simpsons-Fans dürften mit dieser coolen Idee gut bedient sein! Man muss nur noch ein bisschen Kind geblieben sein!

| The Walking Depp | 88 Seiten | s/w | HC | €12,99 | Panini-Books |
| Flausen-Fibel | 100 Seiten | farbig | HC | €16,99 | Panini-Books |

Montag, 23. Juni 2014

HOWARD THE DUCK - Bedrohte Arten

Marvel Maximum 57


Seit Civil War, als Howard The Duck sich als Superheld registrieren lassen wollte, wurde es sehr ruhig um die erfolglose Ente aus dem Marvel-Universum! Nun kehrt sie zurück. Und mit ihm sein Erzfeind Dr. Bong, der Howard schwer zusetzt, indem er ihn in eine Gen-Suppe schubst und sich die Ente in alle mögliche Gestalten verwandelt. Festigen tut sich sein Äußeres dann als fette Ratte. Daher auch das Cover, dass einen schon auf den ersten Blick etwas verwirrt. Schließlich ist Howard ja eine friedliebende Ente und kein Nagetier. Aber das ist man von dem Chaoten eh gewohnt, dass nicht gewohnt ist.
Mit seiner Freundin Beverly will er nun Dr. Bong das Handwerk legen. Suchen müssen sie ihn nicht, da der ahle Glockenkopp Beverly eh hinter herstellt. Die Jagd wird immer chaotischer, lustiger und satirischer! Aber ob Howard seinen Beinamen „The Duck“ behalten kann, oder ob er ihn in „The Rat“ ändern muss, müsst ihr selber nachlesen!

Steve Gerber zieht wirklich alles durch den Kakao. Sei es die Witchblade, ach nein: Die Witzblade! Oder Schlummerli (Sandman), Splatter Gomorrha (Spider Jerusalem) und weitere Charaktere aus dem Vertigo-Universum! Eine wirklich grandiose Parodie auf den Konkurrenz-Verlag! Selbst beim zweiten mal lesen, fallen einem immer wieder neue Figuren auf, die parodiert werden. Dies sollte vor allem für die lustig werden, die auch die originalen Geschichten dazu kennen.
Diese wurde durch die Zeichnungen von Phil Winslade und Glenn Fabry gut unterstützt. Sie passen wunderbar zu der abgedrehten Geschichte, die den einen oder anderen Lacher bereithält!
Auch wenn Enten in Comics normalerweise Kinderkram sind, sollte man den Howard nicht den Kindern zum Lesen geben. Die dürfen den Comic dann lesen, wenn ihnen Donald Duck zu kindisch geworden ist! Auch gut für den Nicht-Superhelden-Leser!

| 144 Seiten | farbig | SC |
| €16,99 | Panini-Comics |

Sonntag, 15. Juni 2014

ALKANDOOR - Tage der Dämmerung

eine animalische Verschwörungs-Geschichte aus deutscher Eigenproduktion



In Wulvenstein lebt Sebastian, ein Wolfsjunge, der sehnsüchtig auf seinen Onkel & Seemann Marten wartet. Ihn bewundert Sebastian für seine Abenteuer auf hoher See bewundert. Mit seinem besten Kumpel Sammy, einem Wildhund, wartet er am Hafen auf ihm, als Onkel Marten am Kai anlegt und von Bord kommt. Marten fallen seltsame und irgendwie bekannte Gestalten auf, die verdächtig an einem anderen Schiff warten. Und am selben Tag wird ein Anschlag auf das Rathaus verübt. Daraufhin bricht Chaos aus. Sebastian wird entführt und landet auf einem Schiff, der Richtung Alkandoor unterwegs ist...

Cover Band 1
Auf den ersten Blick wird schon klar, dass Christine Kaiser, Autorin und Zeichnerin, sich die Serie Blacksad als Vorbild genommen hat. Die Figuren sehen denen von Guarnido (Blacksad) recht ähnlich. Allerdings haben die Figuren schon ihren eigenen Charakter, das Setting ist ein anderes. Durch die Wahl von animalen Figuren bieten sich natürlich viel mehr Möglichkeiten, die Kaiser auch gut ausschöpft und auf noch mehr grandiose Einfälle hoffen lässt.

Ihre Kombination aus späten 19.-Jahrhundert und kleinen modernen Elementen, wie das Feuerwehrauto und das anscheinend elektrische Licht, sind schon recht gewagt und leicht irritierend. Nichts destotrotz, entsteht eine spannende Geschichte, die Lust auf mehr macht. Die Gesichtsausdrücke verleihen einigen Momenten nochmals das Gewisse Etwas, dass den Leser schmunzeln lässt und diese Situationen nochmals gut hervorhebt.

Für mich ist Alkandoor eine neue deutsche Eigenproduktion, die es sich lohnt zu lesen und noch einiges an Potenzial hat, die Christine Kaiser mit Sicherheit auch nutzen kann und dies auch wird... Für ein Debüt-Album ist Alkandoor mehr als hervorragend.

Autorin & Zeichnerin:
Christine Kaiser

| 48 Seiten | farbig | HC/Album | 12,50€ |